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Leckortung bei wasserführenden Leitungen: So funktioniert es!

von am 18.09.2020

Wenn eine Rohrleitung platzt, ist der Wasserschaden nicht weit. Dieser entsteht schnell und unmittelbar.

Tritt jedoch ein kleines Leck bei einer wasserführenden Leitung auf, werden die Stellen rund um die Leckage meistens völlig unbemerkt durchnässt. Der Schaden wird erst dann ersichtlich, wenn er schon große Ausmaße angenommen hat.

In diesem Fall ist eine Leckortung bei wasserführenden Leitungen unumgänglich, um die Lecks präzise orten und anschließend im Zuge einer professionellen Wasserschadensanierung und Trocknung beheben zu können.

Doch wie funktioniert eine solche Leckortung überhaupt? Welche Verfahren zur Leckortung gibt es und wann sind sie nötig?

Erfahren Sie in diesem Artikel:

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Leckortung und warum ist sie notwendig?

Eine Leckortung bzw. Leckageortung ist notwendig, um die Ursache eines Wasserschadens zu lokalisieren.

Lecks an Wasserleitungen oder Dächern sind mit bloßem Auge nicht sichtbar und müssen präzise geortet werden. Dafür ist die Hilfe eines Fachbetriebs notwendig.

Eine Leckortung kann in vielen Einsatzbereichen erfolgen (auf die vier häufigsten gehen wir später genauer ein). Beispielsweise bei Leitungen des Heizungssystems ist ein Leck schwer auffindbar. 

Wird nichts gegen ein Leck unternommen, und sei es auch ein vergleichsweise kleines, kann dies über die Zeit zu einer großflächigen Durchnässung führen.

Betroffen von einer Durchnässung sind zumeist:

-Wände
-Böden
-Decken
-Bausubstanz

Die Folge sind entsprechend großflächige sowie kostspielige Wasserschadensanierungen.

Zur notwendigen Ursachenforschung wird die Leckortung daher im Rahmen der Schadensanalyse nach einem Wasserschaden durchgeführt.

Ihr kommt insbesondere bei versteckten Leckagen eine entscheidende Rolle zu.

Versteckte Leckagen sind dabei herausfordernd, können mit modernsten Geräten, Methoden und Fachwissen aber eindeutig lokalisiert werden. Mit unserer langjährigen Erfahrung entdecken unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter versteckte Lecks zügig und zuverlässig.

Zögern Sie nicht bei Ihrer Leckortung und kontaktieren Sie uns noch heute!

Wie funktioniert Leckortung? Wissenswertes zu den Verfahren zur Leckortung bei Wasserschäden

Aber wie funktioniert eine Leckortung?

Hierfür gibt es verschiedene Verfahren, von denen wir Ihnen nun die wichtigsten vorstellen.

Akustische Leckortung

Das Arbeitsgerät bei einer akustischen Leckortung ist ein Geräuscherkennungsgerät bzw. Stethoskop.

Mit diesem Gerät werden auf der Grundlage einer Frequenzanalyse Störgeräusche aus wasserführenden Leitungen herausgefiltert.

Deshalb ist diese Methode nur für druckführende Leitungssysteme geeignet.

Die Frequenzanalyse im Rahmen der akustischen Leckortung beinhaltet:

-die Untersuchung von Fließgeräuschen
-die Untersuchung von Ausströmgeräuschen

Die folgende Korrelationsanalyse zwischen diesen zwei Geräuschen wird durch die Software des Geräuscherkennungsgerätes übernommen.

Elektroakustische Leckortung

Neben der rein akustischen ist die elektroakustische Leckortung ein vorteilhaftes Verfahren.

Um die Leckstellen punktgenau zu lokalisieren, werden die Leckagegeräusche elektroakustisch verstärkt. Dafür kommt ein Geophon zum Einsatz (auch als Boden- oder Kontaktmikrofon bekannt).

Dieses erfasst die Schallwellen, die bei Leckstellen auftreten, wie:

-die Körperschallschwingung eines Rohres
-die Schallwellen des ursprünglichen Leckgeräusches, hervorgerufen durch die Bewegung des Wassers

Die elektroakustische Leckortung als Verfahren ist deshalb speziell für Wasser- und Heizungsleitungen empfehlenswert.

Leckortung bei wasserführenden Leitungen undichte Wasserleitung
Bei einer undichten Wasserleitung ist eine elektroakustische Leckortung ein erster wichtiger Schritt.

Leckortung mit Spürgastechnik

Eine weitere Möglichkeit der Leckortung ist die Spürgastechnik bzw. das sogenannte Tracergasverfahren.

Bei einer Leckortung mit Spürgastechnik tritt das Gas an den Lecks aus, wodurch die undichten Stellen lokalisiert werden können. Für diesen Zweck wird ein Formiergas mit einem Geschmisch aus 90-95% Stickstoff und 5-10% Wasserstoff verwendet.

Erforderlich für eine reibungslose Ausführung ist, dass die Leitungssysteme, die überprüft werden sollen, entleert sind. Der Grund dafür ist, dass sich das Formiergas nicht mit Wasser mischen kann.

Dieses Tracergasverfahren ist damit prädestiniert für einen Einsatz bei undichten Stellen in geschlossenen Systemen.

Leckortung Rauchgas

Ähnlich wie die Leckortung mit Spürgastechnik funktioniert die Leckortung mit Rauchgas.

Das Rauchgasverfahren ist allerdings weniger für geschlossene Systeme geeignet, sondern vielmehr für den Einsatz für die Flachdach Leckortung.

Hierbei wird der Rauch mit einem gewissen Überdruck unter die Dachhaut geschleust. Infolgedessen tritt Rauch sichtbar an undichten Stellen aus.

Einschränkend ist jedoch, dass die Leckortung mit Rauchgas nicht komplett witterungsunabhängig durchgeführt werden kann.

Um den austretenden Rauch eindeutig lokalisieren zu können, ist es erforderlich, dass es möglichst windstill ist und nicht regnet.

Sie haben eine undichte Stelle festgestellt und brauchen eine Beratung zu dem Verfahren zur Leckortung, das für Sie am besten ist?

Unser Experten-Team von Betrosan berät Sie umfassend und ortet selbst versteckte Leckagen an Wasserleitungen schnell und zielsicher. Nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf!

Die vier häufigsten Einsatzbereiche einer Leckortung

Läuft die Badewanne über oder die Waschmaschine aus, ist der Grund dafür im Normalfall schnell ersichtlich.

Bei einem komplizierteren Fall wie einem Wasserschaden am Flachdach ist eine Leckortung hingegen nicht ganz so einfach. Genauso ist es bei Lecks von Wasserleitungen im Erdreich.

Die Anlässe, aus denen eine Leckortung erforderlich wird, können vielfältig sein.

Im Folgenden finden Sie die vier häufigsten Einsatzbereiche für eine Leckortung.

Einsatzbereich 1: Leckortung Wasserleitung

Ein vergleichsweise offensichtlicher Grund für die Notwendigkeit einer Leckortung sind Wasserleitungen.

Insbesondere bei erdverlegten und unter Umständen weitverzweigten Wasserleitungsnetzen sind Wasserverluste problematisch.

Da die Leckstellen hier nicht sichtbar sind, geht durch sie stetig Wasser verloren. Dies kann abhängig von der Größe des Lecks zu horrenden Kosten führen.

Darüber hinaus können derartige Wasserverluste zu Schäden an Straßen oder sogar Gebäuden führen, weshalb eine präzise Leckortung unumgänglich ist.

Einsatzbereich 2: Leckortung Rohrbruch

Die schlimmere Variante eines Lecks an einer Wasserleitung ist der Rohrbruch.

Ein Rohrbruch wird in seinem ganzen Ausmaß häufig erst dann erkannt, wenn das Wasser bereits durch die Decke tropft.

Als wäre dies nicht schlimm genug, gehen mit einem Rohrbruch nervenaufreibende Arbeiten an der Wohnung oder am Haus einher wie das Freilegen der betreffenden Wasserleitungen.

Vor einer solchen endgültigen Beseitigung des Wasserschadens steht jedoch die Leckortung, um dem genauen Ursprung des Wasserschadens auf den Grund zu gehen.

Sie haben einen Rohrbruch und brauchen schnelle wie fachgerechte Hilfe? Unser Wasserschaden-Notdienst ist rund um die Uhr für Sie da. Kontaktieren Sie uns jetzt!

Einsatzbereich 3: Leckortung Flachdach

Aufgrund ihrer Dachkonstruktion mit einem Winkel von lediglich maximal 10°, sind Flachdächer besonders anfällig für Undichtigkeiten und nachfolgende Wasserschäden.

Wenn stehendes Wasser, beispielsweise verursacht durch Starkregen, nicht von sich aus ablaufen kann, dringt es durch Risse oder Verarbeitungsfehler in das Flachdach ein.

Ist das Flachdach undicht, entsteht schnell ein Wasserschaden Flachdach, bei dem eine Flachdachtrocknung erforderlich wird.

Im Zuge dessen ist eine Leckortung als erster Schritt ein notwendiger Bestandteil.

Einsatzbereich 4: Leckortung Heizung

Undichtigkeiten können vor allem in geschlossene Leitungssysteme wie Heizungen oder Heizungsanlagen verheerend sein.

Hier sind nicht nur mit dem Zuführungssystem des Brennstoffes, sondern auch dem Transportsystem der Wärme gleich zwei Risikofaktoren für Leckstellen vorhanden.

Vermuten Sie ein Leck an Ihrer Heizung, befolgen Sie unbedingt diese wichtigen Schritte:

1.Stoppen Sie die Wasserzufuhr (am besten direkt über die Umwälzpumpe der Heizung oder den Hauptwasserhahn).
2.Schalten Sie die entsprechenden Sicherungen aus (damit bewahren Sie sich vor einem Kurzschlusses oder Stromschlag).
3.Informieren Sie Ihre Versicherung und dokumentieren Sie die Schäden mit Fotos.

Um den Schaden zu beheben, kontaktieren Sie gleichzeitig zur Leckortung eine professionelle Trocknungsfirma.

Leckortung bei wasserführenden Leitungen Heizung
Die Heizung ist einer der vier häufigsten Gründe für eine Leckortung.

Fazit: Die Leckortung bei wasserführenden Leitungen ist der erste Schritt der Wasserschadensanierung

Undichtigkeiten an Orten, die Wasser beinhalten, sind in jedem Fall ein unschöner Vorfall. Schlimmstenfalls können versteckte Leckagen im Erdreich oder ein Rohrbruch in der Wohnung teure Folgen haben.

Im Zuge der nachfolgenden Leckortung bei wasserführenden Leitungen werden verschiedene Vorgehensweisen wie die elektroakustische Leckortung oder die Leckortung mit Spürgastechnik eingesetzt.

Damit werden die undichten Stellen präzise und fachgerecht beseitigt und kostspielige Folgeschäden verhindert. Die Leckortung ist damit der erste und ein wichtiger Schritt der Wasserschadensanierung

Sei es Ihr Flachdach oder Ihre Heizung: Unabhängig von dem Grund, der eine Leckortung notwendig macht, ist unter allen Umständen ein schnelles Handeln entscheidend.

Nicht nur in Sachen Leckortung, sondern auch für sämtliche Formen von Wasserschäden können Sie auf die kompetenten Mitarbeiter des Betrosan-Teams zählen. Lassen Sie sich jetzt von uns beraten!